Steinmetzhaus Zogelsdorf

Der Zogelsdorfer Kalksandstein wird seit rund 3.000 Jahren vom Menschen verwendet und ist einer der bedeutsamsten Naturwerksteine Österreichs. Davon zeugen die zahlreichen hochqualitativen Baudenkmäler und Plastiken (zum Beispiel im Schloss Schönbrunn oder in der Hofburg), aber auch die Flurdenkmäler und Gebrauchsgegenstände aus den historischen Abbauen. Geologisch wird dieser vor ca. 18 Millionen Jahren gebildete Kalksandstein als Zogelsdorf-Formation bezeichnet, er wurde in einem seichten, tropischen Meer in der „Eggenburger Meeresbucht“ abgelagert. Der Abbau und der Handel mit dem „Weißen Stein von Eggenburg“ blühten besonders im Mittelalter und im Barock. Nach einer kurzen Renaissance in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts verlor er zu Beginn des 20. Jahrhunderts seine Bedeutung. Im Steinmetzhaus Zogelsdorf und im Johannes-Schausteinbruch werden alle diese Themen angesprochen und anhand von Beispielen erläutert.

Sonderausstellung der Graffiti-Künstlerin SIUZ

Graffiti ist etwas, das üblicherweise dem urbanen Raum zugeordnet wird. Da überrascht es umso mehr, dass es auch im Waldviertel ebensolche zu entdecken gibt. SIUZ (Sarah Kupfner) gibt in der „ORF-Lange Nacht der Museen“ einen Einblick in das Schaffen einer Graffiti-Künstlerin. Der Schwerpunkt ihrer Werke liegt dabei auf ausdrucksstarker Sprühdosenkunst; dynamische, dreidimensionale Formen und Motive aus Fauna und Flora verbinden sich zu einer surreal-architektonisch anmutenden, unerwarteten Einheit.

FÜHRUNGEN (durchgehend nach Bedarf)