Heimatmuseum Ilz

Das 1991 geschaffene Heimatmuseum Ilz gilt als Kleinod unter den oststeirischen Museen. Es zeigt neben der historischen Bedeutung des Marktes das harte und bescheidene Leben vergangener Generationen in der ländlich dominierten Region. Die Besucher/innen erleben die Ortsgeschichte mit dem Schulwesen, der Kirche und den zahlreichen Vereinen, das Alltagsgeschehen in den vielen kleinen Haushalten, die Vielzahl der vergessenen Handwerksbetriebe des Marktes und der Umgebung, die grausame Geschichte des „Ilzer Scheusals“, eines Mörders, Räubers und Betrügers, der 1890 hingerichtet wurde oder auch die vergessenen Gerätschaften der Landwirtschaft vergangener Zeiten und gewinnen Einblicke in die harte Arbeit der Bergknappen des 165 Jahre betriebenen Braunkohlebergbaues.
Neben der Outdoor-Ausstellung „Zeus und Co“ auf der Museumswiese und zwei geführten Spaziergängen („Auf den Spuren des Schuldirektors Karl Mayr und des Nachtwächters Franz Rabl“) durch das historische Ilz ist Oral History ein zentrales Thema in der „ORF-Lange Nacht der Museen“. Das Kinderprogramm führt in die Welt der Spiele vergangener Generationen.

Oral History (von 20.00 bis 23.00 Uhr)

Oral History ist an diesem Abend das große Thema: Mündliche Berichte älterer Mitbürger/innen aus allen nur denkbaren Bereichen werden abwechselnd in und um das Museum geboten. Vergessene (Handwerks-)Berufe und sich stark verändert habende Gewerbebetriebe wie der Uhrmacher, der Kaufmann, die Schusterei, der Landarzt, die Arbeit im Kohlenbergwerk, Ilzer Musiker, die den Austropop prägten, oder das autarke Leben auf Schloss und Gut Feistritz sollen in Erzählungen noch einmal in Erinnerung gerufen werden.

Zeus und Co (um 18.00 Uhr)

Die Outdoor-Ausstellung „Zeus und Co – Auf den Spuren antiker Göttinnen und Götter“ wird auf der Museumswiese gezeigt. Die erste Gesamtgenealogie der antiken Mythologie wird hier zu sehen sein. Auch auf steirische Abbildungen und Kunstwerke, wie beispielsweise die Fresken des Herzogshofes, nimmt die über 73 Meter lange Darstellung mit mehr als 5.700 Göttinnen und Göttern Bezug.

Auf den Spuren von Karl Mayr (um 19.00 Uhr)

Abendlicher Spaziergang auf den Spuren des Schuldirektors und Autor des Ilzer Heimatbuches Karl Mayr (1883–1973). Besondere Ereignisse, der Häuserbestand und Mayrs besondere Beziehung zur Ilzer Geschichte sollen auf diesem abendlichen Streifzug durch das Ilz in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts die Besucher/innen begeistern.

Auf den Spuren des Nachtwächters Franz Rabl (um 23.30 Uhr)

Nächtlicher Spaziergang durch das alte Ilz des 19. Jahrhunderts. Neben den Ereignissen, den Bauwerken, dem Alltagsleben wird auch die Geschichte des Ilzer Scheusals, des Mesners, Totengräbers und Nachtwächters Franz Rabl, erzählt, der 1890 in Graz hingerichtet wurde.

Kinderprogramm (um 19.00 Uhr)

Motto: „Das Museum lebt!“ – Kinder werden aufgefordert, einzelne Gegenstände aus dem Heimatmuseum „zum Leben zu erwecken“. Sie können darüber in der Ichform erzählen, schreiben oder auch pantomimisch die Gegenstände präsentieren.