Heimatmuseum Ilz

Ein Schulprojekt 1982 verbunden mit einer Ausstellung gaben den Anstoß zur Errichtung des Heimatmuseums Ilz. Nach dem Prinzip des Von-unten-Wachsens wurde ohne Verein, aber durch Mithilfe des gesamten Ortes und der Gemeinde das Wirtschaftsgebäude hinter dem Rathaus saniert, ein Schaustollen durch die örtliche Knappschaft angelegt und ein Museum eingerichtet, das 1991 eröffnet wurde. Mit dem inhaltlichen Schwerpunkt der geschichtlichen und kulturellen Entwicklung des Marktes Ilz und seiner Umgebung ist die selbst definierte Aufgabe verbunden, vor allem auch ein Museum für die eigene Bevölkerung zu sein.
Im ersten der fünf Schauräume werden die Ortsgeschichte durch alte Postkartenansichten, historische Gegenstände und Dokumente sowie die Bereiche Schule, Feuerwehr, Pfarre und Ilzer Persönlichkeiten, wie der spätere Dresdner Hofstukkateur Josef Papatschy, dargestellt. Eine alte Küche mit Eckbank und Herrgottswinkel, Waschtisch und Brennkessel lässt in die vergangene Familien- und Haussituation blicken. Den Ilzer Handwerkern ist ein eigener Raum gewidmet: Zimmerer, Hafner, Schuster und Schmiede hat es hier gegeben. Eine Schusterwerkstatt, die Innungstruhe der Zimmerer von 1803 sowie Fotos und Pläne eines Kachelofens für die Weltausstellung 1873 ergänzen diesen Bereich.
Bis 1964 wurde im Raum Ilz Braunkohle abgebaut. Modelle eines Bergwerkes und der Grubenlok, Fotos und Knappengeräte stimmen ein auf den Schaustollen mit seiner trapezförmigen Holzpfählung. Der letzte große Raum ist vor allem der Landwirtschaft mit diversen Geräten – Joche, Sähmaschinen, Eggen, Rechen, Gabeln und Getreidewinde – sowie dem Wagner- und Fassbinderhandwerk gewidmet. Ebenso hier untergebracht ist der ortseigene Feuerlöschwagen aus dem Jahre 1873.

Öffnungszeiten: Sonderöffnung zur „ORF-Museumszeit“, 3. Oktober, 16–19 Uhr

3.10., 16.00–19.00, Ilzer Geschichte vor Ort erleben!

Am Samstag, 3. Oktober, 16–19 Uhr, öffnet das Heimatmuseum seine Pforten. Neben Führungen durch alle Schauräume wird im Kinderprogramm als Hauptthema „Seife selber herstellen“ angeboten. Außerdem wird auf der Wiese im Museumshof ein Apfelbaum, ein Ilzer Weinler (Ilzer Rosenapfel), der um 1840 als Zufallssämling in Ilzberg entstand, als bleibende Erinnerung an diese Apfelsorte gepflanzt. Mit dem üblichen „Museumstratsch“ soll der Tag ausklingen.

4.10.–9.10., je 17.00–19.00 Uhr, Ilzer Geschichte vor Ort erleben!

4.10., „Kapellen und Wegkreuze“ – Wurmkapelle in Hochenegg
5.10., „Schlösser der Gemeinde“ – Führung Schloss Kalsdorf
6.10., „Sage und Wirklichkeit“ – Göbesgraben – protestantische Kirche – Zeitzeugin Resi Wagner
7.10., „Schlösser der Gemeinde“ – Führung Schloss Feistritz
8.10., „Die Bergmänner von Ilz“ – Bergwerk Kleegraben – Knappenturm – Hans Potzmann
9.10., „Erinnern an Vergangenes“ – Alte Wehranlage – Aufstellen des Bildstockes für die vier ertrunkenen Kinder von 1930

Für diese Veranstaltungen ist die Teilnahme begrenzt und nur nach Anmeldung unter der Telefonnummer 0676/73 45 522 (Toni Ithaler) möglich.
Treffpunkt im Museumshof, Teilnahmegebühr: € 4