Römerhöhle Aflenz

Die Römerhöhle ist ein begehbarer Bergwerksstollen, der eine Schauausstellung zur 2.000-jährigen Geschichte dieses ältesten, noch aktiven Bergwerks Österreichs beherbergt. Schwerpunkte sind die Entstehung des Korallenriffes, das Bergwerk zur Römerzeit, das Konzentrationslager des Zweiten Weltkrieges und ein Friedensstollen.

In Aflenz an der Sulm erhebt sich ein teilweise waldbewachsener Hügel von etwa 40 Meter Höhe. Niemand würde vermuten, dass sich in seinem Inneren eine gewaltige Aushöhlung mit einer Grundfläche von 24.000 m² befindet. Die Römer haben hier bald nach Christi Geburt einen unterirdischen Steinbruch für die Verwaltungsstadt Flavia Solva errichtet. Der dortige Kalksandstein ist leicht zu gewinnen und zu bearbeiten, so wurden Teile des Stephansdoms in Wien und viele andere Bauwerke zumindest zum Teil mit Aflenzer Stein erbaut.

Das KZ Aflenz a.d. Sulm war eines von über 40 Außenlagern des KZ Mauthausen. Mehr als 900 KZ-Häftlinge wurden in das Lager in Aflenz transportiert. Die schwere Arbeit wurde Tag und Nacht, in zwei Schichten zu je zwölf Stunden, in großem Tempo durchgeführt. Zahlreiche Häftlinge starben an den Folgen dieser unmenschlichen Zwangsarbeit. In dem gut begehbaren Bergwerksstollen gibt es eine Schauausstellung zur 2.000-jährigen Geschichte dieses ältesten, heute noch aktiven Bergwerks Österreichs.

BEGLEITUNG DURCH DIE RÖMERHÖHLE (ZU JEDER VOLLEN STUNDE)