steirischerherbst’22

Seit Menschengedenken ist die Steiermark von Kriegen umringt, von denen viele nur als Echo in der Ferne wahrgenommen werden. In einer großen Ausstellung widmet sich die 55. Festivalausgabe des steirischen herbst in Kooperation mit der Neuen Galerie Graz dieser drohenden Präsenz entlegener Schlachten.
Im Depot der Neuen Galerie wurde dazu nach passenden Arbeiten gesucht und Interessantes, zum Teil Skurriles oder auch Tragisches entdeckt. Dem werden Auftragsarbeiten zeitgenössischer Künstler/innen gegenübergestellt.
Die Konstellationen, die so entstehen, eröffnen Perspektiven auf kontinuierlich schwelende Konfliktherde und Themen wie Imperialismus, Kolonialismus, politische Gegensätze, aber auch Eigenwahrnehmung und Fremddarstellung.

IN DER FERNE? (ZU JEDER VOLLEN STUNDE)

Als wandelndes Inhaltsverzeichnis bewegt sich der kompakte Rundgang durch die Kapitel der Ausstellung und bietet einen Überblick der Arbeiten und des Ausstellungskonzepts.

FRÜHWARN-FERNMELDER/INNEN (ZU JEDER VOLLEN STUNDE)

Kunst ist Mittel zur Verarbeitung und Reflexion von gesellschaftlichen Verhältnissen. Sie kann Missstände, aber auch positive Perspektiven aufzeigen. Kann Kunst Kriege verhindern?
Im Atelier der Neuen Galerie Graz werden Teilnehmer/innen zu künstlerischen Frühwarn-Fernmelder/innen und bringen nach einem Ausstellungsrundgang ihre Ideen und Gedanken für eine friedvolle Zukunft in Form von selbst gestalteten Bügel-Patches zum Ausdruck.