Kunstraum Lakeside

Der Kunstraum Lakeside ist ein Ort für zeitgenössische internationale Kunst im Lakeside Science & Technology Park und operiert im Spannungsfeld wirtschaftlicher, wissenschaftlicher und kultureller Forschungen, Praktiken und Diskursformen.

AUSSTELLUNG JONAS MORGENTHALER (AB 18.00 UHR)

Jonas Morgenthalers Praxis lässt sich im Bereich der Skulptur und Assemblage verorten. Mit einer Vielfalt an Materialien – etwa gefundenen Objekten und modifizierten Gebrauchsgegenständen – schafft er Werke, die bei den Betrachterinnen und Betrachtern Assoziationsketten auslösen. Dafür setzt er Objekte mit anderen Objekten in eine räumliche Beziehung, teils miteinander korrespondierend, teils sich widersprechend, und fügt sie in bestehende Kontexte ein. Seine häufig auch kleinformatigen Skulpturen schmiegen sich gleichsam an die jeweiligen Umgebungen an, bleiben aufgrund ihrer eigenwilligen Zusammensetzung in ihrem Umfeld aber dennoch Fremdkörper.
Statt auf eine konkrete Erzählung zu verweisen, untersucht der Künstler anhand der von ihm geschaffenen und als solche bezeichneten „xenobjects“ das Potenzial von ausgestellten Objekten auf narrative Systeme. „Persönliche Erinnerungen bringen bisher nicht zusammenhängende Elemente miteinander in Verbindung“, so Jonas Morgenthaler, „und werden so zu Stimulanzien für das Verständnis dessen, was vor uns liegt. Im Hinterfragen der Eigenschaften von Objekten, Bildern und der Art und Weise, wie wir mit ihnen umgehen, sehe ich die für mich produktivste Praxis, den normativen Charakter der uns umgebenden Erzählungen aufzuzeigen.“

Für den Kunstraum Lakeside wird der Künstler eine Ausstellung schaffen, deren Funktionsmechanismen jenen seiner „xenobjects“ gleichen. Im Zentrum stehen dabei Regeln der Zusammensetzung von Elementen, die „nicht darauf abzielen, Bedeutung zu produzieren, sondern sich genau dieser Produktion widersetzen“. Jonas Morgenthalers Präsentation sucht folglich das Verbindende zwischen den Elementen nicht in der Sinnproduktion, sondern in der Störung ebensolcher Parameter. Es geht letztlich darum, einen Glitch in Prozesse der Wahrnehmung und Deutung zu implementieren, der das Potenzial hat, normative Narrative auszuhebeln.