Martinsturm Bregenz
Der Martinsturm ist das Wahrzeichen von Bregenz. Im ersten Obergeschoß befindet sich die stadtgeschichtliche Dauerausstellung „Bregenz. Stadt am Bodensee“. Von der Bedeutung der Stadt in der Römerzeit über die mittelalterliche Neugründung bis hin zu Bregenz als Industrie- und Tourismusstadt werden hier die Eckpunkte der Stadtentwicklung vor Augen geführt. In der ehemaligen Türmerwohnung im 2. OG präsentiert der zeitgenössische Künstler Andrea Cusumano seine Ausstellung „Singende Gemälde“.
Wenn das Henkersglöckle läutet …
… wussten die Bregenzer:innen, dass eine Hinrichtung bevorsteht. Die Stadt Bregenz hatte in der Frühen Neuzeit die sogenannte Hochgerichtsbarkeit inne. Das bedeutete, dass sie über Leib und Leben von Menschen entscheiden konnte. Der Martinsturm birgt heute noch so manche Erinnerung an diese Zeit. So hängt noch das sogenannte „Arme-Sünder-Glöckle“ oder „Henkersglöckle“. Es wurde dann geläutet, wenn eine zum Tode verurteilte Person zur Richtstatt geführt wurde. In der stadtgeschichtlichen Ausstellung ist das Bregenzer Richtschwert zu sehen. Mit ihm wurden Enthauptungen durchgeführt. Bei einer Führung wird von der Bregenzer Hochgerichtsbarkeit erzählt, als Menschen gefoltert, an den Pranger gestellt, verstümmelt und zum Tode verurteilt wurden.
FÜHRUNG (UM 18.30 UHR UND UM 19.30 UHR)
„Wenn das Henkersglöckle läutet …“ – Führung im Martinsturm mit Archivarin Birgit Heinzle-Zirnwald.