Museum Pfeilburg

In einem der ältesten und geschichtsträchtigsten Gebäude von Fürstenfeld befindet sich direkt im Zentrum das Stadtmuseum in der Pfeilburg. Der Gebäudekern, der sogenannte „Schwarzturm“, aus dem 13. Jahrhundert stammend, ist einer der wenigen erhaltenen mittelalterlichen Wohntürme der Steiermark. Das zum Turm gehörige Schloss aus dem 16. und 17. Jahrhundert war Wohnsitz der mit dem Turm belehnten Besitzer. Namensgebend war Hans Pfeilberg, einer der ersten Besitzer. 1691 kaufte Christoph Liscutin das Gebäude und errichtete hier die erste Tabakfabrik Österreichs und traf damit für die Stadt eine bis ins 20. Jahrhundert reichende wichtige Entscheidung. Sie wurde damit zur Metropole des Rauchgenusses.
Nach einer umfassenden Sanierung beherbergt die Pfeilburg heute das historisch bedeutungsvolle Stadtmuseum. Hier findet sich auf rund 700 m² Ausstellungsfläche die fast gänzliche Stadt- und Zeitgeschichte wieder. Für diese reichen Bestände, die gelungene Präsentation und für die behindertengerechte Ausstattung wurde das Museum mit dem Österreichischen Museumspreis ausgezeichnet.

Während der „ORF-Lange Nacht der Museen“ wird in der Pfeilburg eine Sonderausstellung gezeigt, die, von der Zeit der Illegalität und des Ständestaates über den „Anschluss“, die Endphaseverbrechen und die Entnazifizierung bis zum Wiederaufbau, die Ereignisse im Grenzgebiet um Fürstenfeld beleuchtet. Höhepunkt sind dabei historische Luftbildaufnahmen von Fürstenfeld und Umgebung, aufgenommen von den Alliierten in den letzten Wochen des Zweiten Weltkrieges. Die Bilder, aus einem britischen Archiv stammend, werden nun erstmals der Öffentlichkeit präsentiert. In einer sensationellen Auflösung und teilweise in 3D geben sie einen Einblick in die letzten Monate des Krieges.

Führungen, Vorträge, Erläuterungen

Kurator/innenführungen, Vorträge und Erläuterungen zum historischen Bildmaterial begleiten die Präsentation während der ganzen Nacht.

Impulsreferat „Geschichte der Luftüberwachung“ (um 19.00 Uhr, um 21.00 Uhr und um 23.00 Uhr)