Kunstraum Dornbirn

Die Installation mit dem sprechenden Titel „Who am I Tomorrow?“ der Künstlerin Chiharu Shiota entfaltet die faszinierende Anmutung eines lebenden, überdimensionierten und eigenständigen Organismus. In der ehemaligen Montagehalle hängt über Kopf ein rotes labyrinthisch verschlungenes Geflecht. Es vereinnahmt die gesamte Ausstellungsfläche, und man ist mit dem Eintreten direkt mittendrin. Beim zunehmend genauen Betrachten erkennt man ineinander verschlungene Schläuche. Aufgehängt an der elf Meter hohen Decke, an über 40.000 roten Fäden, scheint die Materie keineswegs statisch, sondern vielmehr in Bewegung: Auf fünf Kilometer langen Wegen in unzähligen Windungen fließt eine rote Flüssigkeit. An einigen Stellen lösen sich Schläuche aus dem Verbund und führen abwärts, über eine medizinische Pumpe in einen Erlenmeyerkolben.

KURATORENFÜHRUNG MIT THOMAS HÄUSLE (UM 18.00 UHR)

Der Kunstraum-Direktor gibt einen spannenden Einblick in das Werk Chiharu Shiotas sowie in die Arbeit der Institution.