Ehemalige Synagoge Kobersdorf

Die ehemalige Synagoge von Kobersdorf wurde am 11. April 1860 feierlich eröffnet und war bis 1938 Zentrum des jüdischen Lebens im Ort. Nach dem „Anschluss“ Österreichs an das nationalsozialistische Deutschland wurde das Bethaus verwüstet und die Inneneinrichtung zerstört, das Gebäude selbst blieb jedoch erhalten und wurde von der SA genutzt.
Später gelangte die Synagoge in den Besitz der Israelitischen Kultusgemeinde Wien, verfiel jedoch über Jahrzehnte. 2019 erwarb das Land Burgenland das Gebäude und eröffnete es nach umfassender Sanierung im Jahr 2022 neu. Heute dient die ehemalige Synagoge als Kultur-, Wissenschafts- und Bildungszentrum mit Schwerpunkt auf jüdischer Kultur und Geschichte.

FREIE BESICHTIGUNG (VON 18.00 BIS 24.00 UHR)

Während der „ORF-Lange Nacht der Museen“ haben Besucher:innen freien Zugang zum Gebäude. Eine kleine Ausstellung mit Fotos, Objekten und Texten erklärt zentrale Symbole der jüdischen Religion und erinnert gleichzeitig an das jüdische Leben in Kobersdorf, das einst Teil der Gemeinde war. Das wichtigste Ausstellungsobjekt ist und bleibt allerdings das Gebäude selbst.

OFFENER WORKSHOP „SHABBAT ZUM ANFASSEN“ (VON 18.00 BIS 21.00 UHR)

„Was ist der Shabbat? Warum beginnt er schon am Freitagabend? Welche Besonderheiten, Regeln und Rituale sind zu beachten? Warum benötigt man zwei Kerzen?“
Shabbat mit allen Sinnen erleben: In diesem Kombi-Workshop werden kleine Challa-Brote (Shabbatbrote) geflochten und gemeinsam Shabbat-Kerzen gestaltet. Dabei erfahren die Teilnehmer:innen auf kreative und spielerische Weise mehr über die Bedeutung von Licht, Brot und Gemeinschaft am jüdischen Ruhetag. Die selbst gestalteten Challot und Kerzen können als persönliche Erinnerung mitgenommen werden.
Ein interaktiver Abend für Familien, Kulturinteressierte und alle, die den Shabbat kennenlernen möchten. Teilnehmer:innen können jederzeit einsteigen.