Museen Pöchlarn – Kokoschka Museum Pöchlarn
Unter der Patronanz von Oskar und Olda Kokoschka wurde 1973 der Verein zur Erforschung und Dokumentation des Werkes Oskar Kokoschkas gegründet, der seinen Sitz im Geburtshaus des Künstlers hat. Alljährlich findet von Mai bis Oktober eine Sonderausstellung mit wechselnden Schwerpunkten zu Kokoschka statt, die in Kooperation mit der Universität für angewandte Kunst Wien entsteht. Das Kokoschka Museum verfügt über zahlreiche, vor allem druckgrafische Arbeiten des Künstlers, die teilweise auf eine Donation Kokoschkas zurückgehen. Zudem gibt es eine umfangreiche Sammlung an Fotografien, Archivalien und Korrespondenzen zu und rund um Oskar Kokoschka. Eine Dauerausstellung zu Kokoschka im vorderen Ausstellungsbereich ist ganzjährig zugänglich. Sie bietet einen Parcours durch die wesentlichen Werkphasen und Lebensstationen des Künstlers.
SONDERAUSSTELLUNG „KOKOSCHKA | SCHIELE | NETZWERKE“
Oskar Kokoschka und Egon Schiele – Netzwerker und Rivalen: Das Kokoschka Museum Pöchlarn legt im Jahr 2026 seinen Schwerpunkt auf zwei der herausragendsten Künstlerpersönlichkeiten der Moderne. Das Streben nach Anerkennung und Erfolg der beiden großen Expressionisten – ein Wettlauf auf Distanz – ist dabei ebenso Thema wie das umfassende Netzwerk aus Kunst und Kultur. Neben wichtigen Ausstellungen oder dem einflussreichen Akademischen Verband für Literatur und Musik in Wien werden maßgebliche Sammler:innen und Förder:innen beleuchtet, die beiden Künstlern auch als publizistisches Sprachrohr dienten. Die Schau richtet zudem den Blick auf weitere Künstlerkolleginnen und -kollegen und macht sowohl markante Parallelen als auch Rivalitäten sichtbar. Kokoschka sorgte schon in jungen Jahren als Maler, Grafiker und Dramatiker auf dem Ausstellungs- und Theaterparkett für Aufmerksamkeit. „Zwischen Anerkennung und Verteufelung“ – eine Aussage über sein Frühwerk, die auch für manch andere Künstler:innen Gültigkeit besaß.