ARCHITEKTUR RAUMBURGENLAND

Der Architektur Raumburgenland ist Teil der Architekturstiftung Österreich, die seit 1996 als gemeinsame Plattform von den Architekturhäusern der Bundesländer, der Österreichischen Gesellschaft für Architektur (ÖGFA) und der Zentralvereinigung der Architekten gegründet wurde. Vom Neusiedler See bis zum Bodensee arbeiten die Architekturhäuser in jedem Bundesland an der Vermittlung regionaler Baukultur für die Menschen vor Ort.

Fragen zur qualitätsvollen Gestaltung unseres Lebensraumes zu thematisieren bzw. die für ihr Entstehen notwendigen gesellschaftlichen und rechtlichen Grundlagen aufzubereiten, daran arbeitet der 1993 auf Initiative einiger engagierter Architektinnen und Architekten gegründete unabhängige Verein. Das Spektrum der Aktivitäten umfasst zahlreiche Veranstaltungen wie Ausstellungen zu Architektur, Kunst und Design, Vorträge nationaler wie internationaler Architektinnen und Architekten, Diskussionen, Exkursionen, Symposien, Führungen, schwerpunktartige Filmreihen und Architekturvisiten – mit Architektinnen und Architekten sowie Bauherrinnen und Bauherren zu aktuellen Bauwerken im Burgenland und den angrenzenden Regionen.

Eine Online-Baudatenbank ausgewählter Gebäude, Publikationen oder die Durchführung der österreichweit stattfindenden Architekturtage sowie die kontinuierliche Basisarbeit als Netzwerkknoten und Auskunftgeber für Medien und Interessierte haben in den vergangenen dreißig Jahren dazu beigetragen, dass der Verein Architektur Raumburgenland eine lokal und überregional beachtete Schnittstelle zwischen Fachwelt, Öffentlichkeit und Politik geworden ist.

Der Architektur Raumburgenland betreibt seit 2013 eine Architekturgalerie im Zentrum von Eisenstadt. Mitten in der Fußgängerzone der Landeshauptstadt stehen die Räumlichkeiten allen offen, die am baukulturellen Geschehen im Burgenland interessiert sind.

Im Rahmen der „ORF-Lange Nacht der Museen“ wird die Ausstellung „Square! Positively shrinking“ (Platz! Positiv schrumpfen) des Estonian Centre for Architecture gezeigt, die bereits auf der Biennale di Venezia zu sehen war.

„SQUARE! POSITIVELY SHRINKING“ (VON 18.00 BIS 24.00 UHR)

Die Ausstellung „Square! Positively Shrinking“ untersucht die Rolle hochwertiger Dorf- und Stadträume für die Verbesserung der zukünftigen Entwicklungsperspektiven schrumpfender Dörfer und Kleinstädte. Sie zeigt Maßnahmen zur Verbesserung des dorf- und stadträumlichen Umfelds mit Schwerpunkt auf der Umgestaltung zentraler Plätze im Rahmen des Programms „Great Public Spaces“ in Estland.

Die Ausstellung analysiert den wirtschaftlichen Wandel und die demografischen Prozesse im Vergleich zu europäischen Ländern, erläutert die Auswirkungen der Schrumpfung auf den städtischen Raum und schlägt Maßnahmen vor, die den Kommunen helfen, sich an den Schrumpfungsprozess anzupassen. Interventionen der Dorf- bzw. Stadtrevitalisierung, die eine hohe Lebensqualität in schrumpfenden Gemeinden gewährleisten, werden vorgestellt.

Das Programm „Great Public Spaces“ wird auf vier kleineren Bildschirmen im Ausstellungsraum präsentiert. Zu sehen sind acht Stadtplätze und Hauptstraßen, dargestellt mit Plänen, Bildern und Fotos, die von Einheimischen aufgenommen wurden.