Werner Berg Museum Bleiburg/Pliberk
„Gegen den Strom: Pasolini – Berg – Hrdlicka“: Über 200 Arbeiten Werner Bergs werden Zitate aus Schriften und Filmen Pier Paolo Pasolinis gegenübergestellt. Mit ihrem Werk waren sie Zeugen des Verschwindens einer ursprünglichen bäuerlichen Kultur und Welt. Sie waren damit Propheten der Gefahren, die heute durch Konsumismus und Überproduktion die gesamte Welt bedrohen. Der aufwühlende Zyklus über Leben und Ermordung Pasolinis von Alfred Hrdlicka ergänzt die Ausstellung.
AUSSTELLUNG „GEGEN DEN STROM: PASOLINI – BERG – HRDLICKA“ (AB 18.00 UHR)
Viele Gedichte und Gedanken Pier Paolo Pasolinis (1922–1975) beklagen das Verschwinden der bäuerlichen Welt mit ihren regionalen Besonderheiten, die er in Friaul erlebt hatte und aus der er mit 27 Jahren vertrieben wurde – das Verschwinden einer ursprünglichen bäuerlichen Welt musste auch Werner Berg in 50 Jahren seines Schaffens konstatieren, nachdem er sich mit 27 Jahren als Maler für ein archaisches Bauernleben im slowenisch geprägten Unterkärnten entschieden hatte. Seinen Werken sind Filmbilder Pasolinis gegenübergestellt, die Analogien in Bildaufbau und Bildkomposition dieser beiden Künstler zeigen, die sich zeitlebens nicht kannten. Texttafeln mit Zitaten und Gedichten Pasolinis und Texten Werner Bergs bekräftigen deren Absage an Wohlstandshörigkeit und Fortschrittsgläubigkeit. Beide können sie als Propheten von Veränderungen gesehen werden, die heute die Welt bedrohen. Über 50 Radierungen von Alfred Hrdlicka (1928–2009) zeigen seine Auseinandersetzung mit dem für Pasolini lebensbestimmenden Thema Homosexualität und die Erschütterung über dessen Ermordung eindrucksvoll und oft verstörend auf.
SKULPTURENGARTEN – HANS-PETER PROFUNSER (AB 18.00 UHR)
Im Skulpturengarten des Museums wird die aufwühlende Ausstellung von Hans-Peter Profunser gezeigt.
SPEZIALFÜHRUNGEN (UM 18.00 UHR, UM 20.00 UHR UND UM 22.00 UHR)
Es werden Spezialführungen durch die Ausstellungen angeboten.