Galerie AugenBlick

Die Galerie AugenBlick widmet sich mit ihren Ausstellungen Themen der Verwandlung, der Transformationen und Metamorphosen. Die Ausstellungen finden in den Räumen des ehemaligen Bezirksgerichtes statt, künstlerische Projekte werden im gegenüberliegenden historischen Gefängnisgebäude, der früheren „Anstalt für Erziehungsbedürftige“, durchgeführt. Der Verein Kunst Kultur Kirchberg am Wagram bringt seit 2014 spannende künstlerische Positionen in die Galerie und ortsspezifische Kunstaktionen in die ehemalige Jugenderziehungsanstalt. Neben der Ausstellungstätigkeit spielt die Vermittlung der Geschichte des Standortes im Rahmen von reflektierter Erinnerungsarbeit in Verbund mit anderen Initiativen in der Region sowie mit Expertinnen und Experten eine wichtige Rolle.

AUSSTELLUNG „ATTITUDE | HOW TO BE OPEN IN A CLOSING WORLD“

Die Ausstellung in der Galerie AugenBlick zeigt neueste Arbeiten von Evelyn Kreinecker und Birgit Schweiger in der Galerie und künstlerische Interventionen in der ehemaligen Jugenderziehungsanstalt.
Wie ist es möglich, in Krisenzeiten Haltung zu bewahren? Was trägt uns, wenn die Welt enger wird? Wie können wir offen bleiben, in einer Welt, die sich verschließt?
Die Ausstellung kreist um die Beziehung von innerer und äußerer Haltung. Die Werke suchen nach Verbindung statt Abschottung und verstehen Haltung nicht als Starrheit, sondern als Fähigkeit, offen zu bleiben – für sich selbst und für andere.

DIALOGFÜHRUNGEN „ATTITUDE | HOW TO BE OPEN IN A CLOSING WORLD“ (VON 18.00 BIS 22.00 UHR)

Die Künstlerinnen sind anwesend und bieten während der „ORF-Lange Nacht der Museen“ dialogische Führungen durch die Ausstellung. Eine gute Gelegenheit, aktuelle Kunst und Geschichte zu erleben und darüber in Austausch zu treten.

SZENISCHE LESUNG AUS DEM TAGEBUCH DER JÜDISCHEN SCHRIFTSTELLERIN ETTY HILLESUM (UM 20.00 UHR)

Die Schauspielerin Bettina Buchholz liest. Einführung von Johannes Neuhauser.
Sie hat ihr Leben in einer Intensität gelebt, die ihresgleichen sucht. Vor 83 Jahren wurde Etty Hillesum ihrer jüdischen Herkunft wegen im KZ Ausschwitz im Alter von 29 Jahren ermordet. Als ob sie im Tiefsten gewusst hätte, dass ihr nur eine knappe Zeitspanne beschieden war, schrieb sie: „In mir ist ein ganz tiefer Brunnen.“ Ihr Werk zeigt viele Schattierungen.
Eine bewegende Lesung im Rahmen des Sonderprogramms zur „ORF-Lange Nacht der Museen“.