Schreibmaschinenmuseum Wattens
Tippfehlerlöschung einst und jetzt
Schreibfehler gab es seit Beginn schriftlicher Aufzeichnungen, und ebenso viele Versuche, sie zu korrigieren. Die Erfindung des Radiergummis erleichterte das Entfernen von Tinten-, Tusche- und Bleistiftfehlern erheblich. Mit der Schreibmaschine entstanden neue Herausforderungen: Für schmale Zeichen wurde der scheibenförmige Schreibmaschinenradierer entwickelt, oft mit einer Schnur an der Maschine befestigt.
Mit Kohlefarbbändern für besonders saubere Schriftstücke kamen neue Korrektursysteme wie „Tipp-Ex“ oder „Radex“ auf den Markt. Kleine weiße Papierstreifen wurden zwischen Papier und Farbband gehalten; beim erneuten Anschlag deckte eine Farbschicht das falsche Zeichen ab, sodass es überschrieben werden konnte. Dieses Verfahren funktionierte jedoch nur auf weißem Papier.
Spätere Schreibmaschinen besaßen eingebaute „Cover up“-Bänder auf Spulen. Für farbiges Papier wurde das „Lift off“-System entwickelt: Spezielle Farb- und Korrekturbänder ermöglichten das Abheben des falschen Zeichens und den Abdruck des richtigen.
LERNEN SIE DIE TIPPFEHLERLÖSCHUNG KENNEN
In der „Langen Nacht“ können Interessierte im Schreibmaschinenmuseum in Wattens die verschiedenen Methoden der Tippfehlerlöschung besichtigen und selbst ausprobieren.