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Wien 

Museum Nordwestbahnhof

Bevor der Nordwestbahnhof, der letzte innenstadtnahe Logistik-Knoten Wiens, einem neuen Wohnquartier weichen muss, soll dessen vergessene Geschichte einem breiteren Publikum in Erinnerung gebracht werden. Das Museum dient dabei als Kommunikations- und Sammelgefäß inmitten des Forschungsfeldes, das in einer mehrschichtigen, multi-medialen Kartografie aus Objekten, Plänen, Fotos, Videos und Modellen sowohl persönliche Erzählungen, Migrations- und Mobilitätserfahrungen von Expert/innen aus dem Logistik-Alltag als auch jene historischen Ereignisse und Unternehmensgeschichten vorstellt, die das riesige Areal geprägt haben.

Öffnungszeiten: Donnerstag und Freitag, 15–19 Uhr und nach persönlicher Vereinbarung: office@tracingspaces.net

Eintritt frei.

Ausstellung „Fischgeschichten“

Der Bau des Nordwestbahnhofs 1872 zog eine Dezimierung der Wiener Fischpopulation nach sich, die zuvor in den ehemaligen Seitenarmen der Donau ideale Laich- und Lebensräume fand. Der Bedarf der anwachsenden Bevölkerung an Fischen wurde ab 1890 durch Importe aus den Nordseehäfen kompensiert, die – mit der Bahn am Nordwestbahnhof angekommen – hier in einer Fischfabrik verarbeitet worden sind. Diesen „Fischgeschichten“ ist der Schwerpunkt der diesjährigen Sonderausstellung im Museum und auf dem Areal des Bahnhofs gewidmet.

Open-Air-Ausstellungen

Zusätzlich zu den „Fischgeschichten“ bietet das Museum auf dem Areal des Güterbahnhofs zwei Open-Air-Ausstellungen:
„Zwischenbrücken. Portraits und Stadtansichten aus Wien-Brigittenau“, das sind großformatige Fotos von Christopher Mavrič, sowie „Nordwestbahnhof“, Handzeichnungen des Güterverkehrs aus der Kindheit von Alfred Karrer, Donaudampfschifffahrtskapitän in Rente.