Camera Austria

In ihren fotografischen Installationen begibt sich Valérie Jouve auf eine anthropologische Reise durch einen Raum, in dem Mensch, Architektur und Natur als identitätsstiftende Marker gleichwertige Bedeutung erhalten. Sie treten in einen Dialog, der zu spezifischen Erzählformen führt. Für die Ausstellung bei Camera Austria entwirft die Künstlerin eine präzise Dramaturgie, in der die Fotografien in verschiedenen Dimensionen, Materialisierungen und überlappenden Anordnungen präsentiert werden. Ob ländliches Leben in bestimmten Regionen Frankreichs, Stadtstrukturen oder das Leben in Palästina – Jouve beobachtet hybride Formen von Gemeinschaft und die Beziehung zu deren Umgebung. Die Fotografien sind so angeordnet, dass sie sichtliche Kontraste bilden, um die Persönlichkeiten der porträtierten Subjekte hervorzuheben. Die Namen der jeweiligen Personen werden in den Bildtiteln mit subtilen Umschreibungen versehen. Durch die Kombination von Landschaft und Porträt schafft die Künstlerin visuelle Welten jenseits des Reportagebegriffs und eröffnet neue Blickwinkel und Sichtachsen. Die Ausstellung wurde von Walter Seidl kuratiert.

AUSSTELLUNGSFÜHRUNG (UM 19.00 UHR UND UM 21.00 UHR)