Camera Austria

Belinda Kazeem-Kamiński wurde 2021 mit dem alle zwei Jahre vergebenen Camera-Austria-Preis für zeitgenössische Fotografie der Stadt Graz ausgezeichnet. Ihre ebenso eindringlichen wie poetischen Arbeiten sind eng mit der Erforschung und Hinterfragung kolonialer Geschichte und deren Erbe verknüpft und ermöglichen es, Geschichte(n) aus der Perspektive derjenigen zu teilen, die in diesen Geschichte(n) verschwiegen wurden. Dabei geht es nicht nur um das Sichtbarmachen von Unterdrücktem, sondern auch um die Rekonstruktion von Subjekten und deren Handlungsfähigkeiten, die ihnen durch die Moderne/Kolonialität (Walter D. Mignolo) aberkannt wurden. Es sind Werke, die kritische Einsichten in das Fortleben kolonialer Perspektiven und Machtgefüge ermöglichen und zugleich neue, in der Black Radical Tradition begründete Imaginationen eröffnen. Nicht zuletzt schafft Kazeem-Kamiński dadurch Möglichkeiten, aus einer anders entworfenen Zukunft von einer anderen Gegenwart zu träumen, die nicht mehr unentwegt von den Gespenstern der kolonialen Vergangenheit heimgesucht wird. Für die Ausstellung bei Camera Austria hat die Künstlerin neue Arbeiten entwickelt.

FÜHRUNG DURCH DIE AUSSTELLUNG VON BELINDA KAZEEM-KAMIŃSKI (UM 19.00 UHR, UM 21.00 UHR UND UM 23.00 UHR)